Die Kurzwellenantennen

Nach einigen Antennen-Versuchen, anfangs mit einer 84m Delta-Loop, Langdrahtantenne, Monoband- und  Mehrband-Dipole habe ich mich letzten Endes für eine Windom-Antenne entschieden. Außer bei der Langdrahtantenne war die Lage des Einspeisepunktes der getesteten Antennen sehr ungünstig.

      Balun_Einspeisepunkt_KW-Antenne
      Endgespeiste Langdrahtantenne mit UNUN 1:9

Bei der Windom-Antenne liegt der Speisepunkt wegen der verschiedenen Schenkel bedeutend günstiger. Ich habe die Windom FD-4 zwischen zwei Alu-Rohrmaste gespannt, die in einenAbstand von 48m in Ost-West-Richtung stehen.

Das Bild unten zeigt den westliche Mast mit dem langen Schenkel der Windom. Der 30m/15m Teil der Antenne hängt nicht so hoch wie im Bild dargestellt, sondern ist in zwei Meter Höhe am Mast befestigt.

Westmast

Die Grundausführung der FD-4 für die Bänder 80m bis 10m hat einer Gesamtlänge von 42 Meter und ist auf den Bändern 30m und 15m nicht in Resonanz zu bringen. Deshalb wird ein Zusatzdipol am Balun parallel angeklemmt , der diese beiden Bändern in Resonanz bringt.Den Zusatzdipol habe ich vom Balun aus schräg nach unten mit einen optimale Öffnungswinkel von etwa 110 Grad am Einspeisepunkt geführt .

Der östlich Mast glänzt in der Abendsonne. Oben am Mast ist die Seilrolle und ein Teilstück der 80m/10m Antenne zu sehen. Die Abspannung des 30m/15m Antennenteils besteht aus 1mm extrem reißfesten Bindfaden. Sie befindet sich im Bild fast unsichtbar in Höhe der Seilaufwicklung.

OSTmastabend

Die beiden Maste sollten ursprünglich je 12m hoch werden. Den Mast habe ich aus 50mm Alu-Steckrohr, wie es in der Elektroinstallation verwendet wird, zusammengebaut. Das Rohr gibt es auch in Stahl, verzinkt, besser bekannt als Stahlpanzerrohr. Meine Wahl fiel auf Alu, wegen Gewicht und Haltbarkeit. Preislich lag es zu dieser Zeit auch günstiger als verzinktes Rohr. Da die Steckmuffen nur 100 mm lang waren und keine Stabilität für ein freistehendes Rohr aufbringen konnten, habe ich in die Rohrenden 250 mm lange Stücke aus PVC Vollmaterial straff eingepasst. Die Rohre inclusive der Muffen wurdenzusammengesteckt und mit an den Verbindungstücken mit kleinen Blechschrauben fixiert. An die oberen Mastenden wurde jeweils eine Seilrolle befestigt und Halterungen für die Abspannseile montiert.

Somit lagen zwei 12m Maste am Boden und warteten auf ihre Auferstehung.

Die beiden Mastfüße waren bereits fix und fertig an Ort und Stelle. Die Konstruktion mit handelsüblichen Material aus dem Baumarkt war unkompliziert. Mit dem Kippgelenk (Anschlag in der senkrechten Stellung des Mastes)stellte ich mir das Aufrichten relativ leicht vor, was es dann im Nachhinein auch war.

mastfuss

Das untere Ende vom Mast wurde isoliert ausgeführt, um für spätere Antennenversuche mitVertikalstrahlern vorbereitet zu sein. Im Normalfall habe ich den Mast, wie im Bild zu sehen, wegen eventueller elektrostatische Aufladung zusätzlich geerdet.

Warum die 12m langen Maste am Ende doch nur 9m in den Himmel ragen ?

Die Abspannpunkte waren fertig, Abspannseile am Mast und es konnte losgehen. Jetzt machte mir die Grundstücksgrenze einen Strich durch die Rechnung. Meine Mastfüße standen etwa 1,5m von der Grenze entfernt. Dadurch waren die Abspannungen zu steil und auch etwas zu sparsam für den 12m Mast ausgelegt. Wohl oder übel machte ich ein Rohrstück von 3m wieder raus und hatte nur noch einen 9m Mast. Die Maste stehen stabil und senkrecht, bauchen nur bei übermäßigen Zug der Antenne etwas aus. Über Rollen an beiden Masten kann ich die Antenne ablassen und entsprechend spannen. Am Einspeisepunkt wird die FD-4 durch das Gewicht von Balun und Koaxkabel etwas runtergezogen. Das Bild vom Dachfenster aufgenommen, zeigt deutlich dem Verlust von an Höhe durch weglassen eines 3m Rohrstückes.Die Grundstücke im Bild stehen mir für längere Antennen leider nicht zur Verfügung.....

vogelpers

 

Die Antenne Konni F6/4 für das 6m-Band

 Der zweigeteilte Dipol ist konstruktiv nicht die beste Lösung. Ich habe das Ganze mechanisch nachgearbeitet indem ich einen 8 mm-GF-Stab von ca. 600 mm Länge in die beiden Dipolhälften steckte. Dadurch erreichte ich eine gute Stabilität des Schleifendipols auf dem Träger. Die Antenne ist unglücklicherweise auch ein beliebter Sitzplatz für alle Arten von fliegenden Tieren. Der Standort der Antenne ist jetzt der Versa-Tower

f6_41
Nach dem Orkan Kyrill

konni6m

 

Antennen für 2m/70cm

Die 2m / 70cm Antennen haben ihren Standort auf dem Hausdach. Am Mast ist ein Yagi F11im Abstand darüber eine Yagi F10, beide von Konni und auf der Spitze die X50N . Der Mast wird unter Dach durch einen Rotor gedreht. Die letzten Stürme haben die X50 etwas ausser Lot gedrückt.

2m70cm

Der Antennenrotor für die VHF/UHF Antennen

Rotor_im_Spitzboden

Ein wieder aufbereiteter Getriebemotor wurde zu einen Antennenrotor für die Unterdachmontage erweitert. Die Schützensteuerung ist in dem rechts im Bild sichtbaren Kasten untergebracht. Oben sind die beiden Endlagenschalter S1 und S2 zu sehen. Sie werden von einem Nocken, der an der Buchse für dieMastaufnahme angebracht ist, betätigt.Der Antrieb wurde im Spitzboden auf den Fußboden festgeschraubt, 1,60 m unter dem Dachfirst . Das 5m lange Tragrohr steckt fest verschraubt unten in der Aufnahmebuchse vom Getriebe. Das Oberlager, ein Pendellagerbock mit Kugellager am Sparren befestigt, sitzt knapp unterm First. Das Tragrohr ragt ca 3,30m über Dach. Ein Stutzen auf dem Firstblech und eine Abdeckglocke am Mast sorgt für einen sicheren Nässeschutz. Die Antennenkabel werden innen im Rohr abgeführt.

Die Steuerung des Rotor erfolgt über zwei Taster im Shack. Für eine volle Runde von Nord nach Nord werden 30 sek. benötigt. Die Endlage wird über LED angezeigt. In eine kleine Beamkarte wurden 12 LED’s für die Richtungsanzeige integriert. Eine grobe Orientierung, wohin die Antenne zeigt, ist somit gegeben. Zusätzlich ist am Mast noch eine kleine CCD-Kamera installiert, die bei Bedarf auf den Monitor geschaltet wird. Meine Antennenanlage ist ständig technischen Veränderungen ausgesetzt und somit diese Seite nie auf den letzten Stand